1915
Im Jahr 1915 entstanden in vielen Orten Jugendwehren, darunter auch in Fallingbostel. Diese freiwilligen Gruppen boten jungen Menschen erstmals organisierte körperliche Betätigung und legten den Grundstein für sportliche Gemeinschaften. Aus der dortigen Jugendwehr entwickelte sich bald der Wunsch, regelmäßig Fußball zu spielen – der erste Impuls zur Vereinsgründung war gesetzt.
1916
Im Frühjahr 1916 trafen sich Jugendwehrgruppen aus Fallingbostel und Walsrode zu einem Geländespiel gegen Bremer Gruppen. Dieses Ereignis wurde zur Initialzündung für den Fußballsport in Fallingbostel. Begeistert vom Spiel gründeten Jugendliche um Hermann Linnemann, den Leiter der Jugendwehr, eine erste Mannschaft und planten die Bildung eines eigenen Vereins.
September 1916
Am 16. September 1916 wurde im Lieth-Hotel der Sportverein Fallingbostel gegründet, Hermann Linnemann übernahm den Vorsitz. Der Verein startete mit Fußball, erweiterte aber bald um Faustball. Der erste Vereinsname „Preußen Fallingbostel“ hielt sich nur kurz. Trotz der Kriegsjahre entwickelte sich rasch ein fester Spielbetrieb – der Beginn einer bis heute bestehenden Sporttradition.
1950
Im Jahr 1950 nahm der SVE eine neue, bis heute beliebte Tradition in sein Vereinsleben auf: den Kinderkarneval. Unter der Federführung der Fußballabteilung wurde aus einer kleinen Idee eine feste Größe im Veranstaltungskalender der Stadt. Jahr für Jahr verwandelte sich die Sporthalle in ein fröhliches Meer aus Kostümen, Musik und Lachen. Seit nunmehr 26 Jahren steht Sportkamerad Gerd Siewert in der Nachfolge von Helmut Ahrens und Kurt Scheinhardt an der Spitze der Organisation. Mit großem Engagement sorgt er dafür, dass rund 2.000 Kinder und Jugendliche unbeschwerte Stunden voller Spaß und Gemeinschaft erleben – ein Beweis dafür, dass der SVE nicht nur sportlich, sondern auch gesellschaftlich tief in Fallingbostel verwurzelt ist.
1965
Nach dem Zweiten Weltkrieg blieb der SV Fallingbostel lange der einzige Sportträger der Stadt. Erst am 22. Januar 1965 entstand mit dem Turnverein Eintracht Fallingbostel ein zweiter Verein. Unter Hans-Heinrich Dose und Studienrat Gustav Linnemann wuchs der neue TV Eintracht rasant, bot Leichtathletik, Gymnastik und Schwimmen an und zählte bereits kurz nach Gründung über 300 Mitglieder.
1991
Seit 1991 richtet der Verein sein Augenmerk verstärkt auf die Jugendarbeit. Besonders für Kinder und Jugendliche im Schulalter wurde ein neues Angebot geschaffen: das Jugendzentrum. Dort finden junge Vereinsmitglieder nicht nur sportliche Betreuung, sondern auch Raum für Spiel, Begegnung und gemeinsame Aktivitäten. Mit diesem Schritt übernahm der SVE eine wichtige soziale Verantwortung und schuf einen Ort, an dem Gemeinschaft, Zusammenhalt und Spaß im Mittelpunkt stehen – Werte, die bis heute das Fundament des Vereinslebens bilden.
Ende 1991
Am 15. November 1991 schlossen sich der SV Fallingbostel und der TV Eintracht Fallingbostel zum heutigen SVE Bad Fallingbostel e. V. zusammen. Damit entstand ein moderner Mehrspartenverein, der sportliche Vielfalt und Gemeinschaft vereint. Heute prägen über 20 Abteilungen, Herzsport- und Jugendarbeit sowie das Engagement in Schule und Klinik das Bild des größten Vereins der Stadt.